Försters Weinterassen

Rebsorten

Verehrte Gäste und Weinliebhaber,

hier geben wir Ihnen eine kurze Übersicht über die von uns angebauten und verarbeiteten Rebsorten

Spätburgunder: (Pinot noir, Pinot nero) Die bekannteste aller Deutschen Rotweinreben und die klassische Sorte der AHR ist der Spätburgunder. Die besten Spätburgunderweine Deutschlands kommen aus dem Ahrtal.
Diese Sorte fühlt sich hier auf den Lösslehmböden und ganz besonders auf den Schieferverwitterungsböden wohl. Durch die Kleinterrassierung unserer Weinberge, fast ausschließlich nach Süden ausgerichtet, haben wir hier teilweise ein mediterranes Klima.
Der Schiefer ist ein hervorragender Wärmespeicher für die kühlen Nächte.  Den Spätburgunder bauen wir klassisch als trockenen Rotwein aus, aber auch mit einer gewissen Restsüße als halbtrocken (Marienthaler Trotzenberg) und lieblichen (Walporzheimer Himmelchen) Wein aus. Höhere Qualitäten (Walporzheimer Kräuterberg und Ahrweiler Rosenthal) bauen wir in kleinen 225 Liter fassenden Barriquefässern aus.
Während der klassische Spätburgunder an Cassis, Brombeeren oder Bittermandeln in seinem Geschmack erinnert, kommen beiBarriqueweinen noch Vanillietöne und Röstaromen hinzu. Er ist ein idealer Begleiter zu einem festlichen Braten oder zu Wild.

 

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Spätburgunder:Blanc de Noir“ Die Trauben werden nur schonend gemahlen, und dann wird nach kurzer Standzeit der Most abgezogen. So gewinnen wir aus dem hellen Saft der blauen Beeren mit ganz langsamer Kaltvergärung einen weißen Wein, den Blanc der Noir.
Erfrischend, spritzig, als Terrassenwein ideal im Sommer und ein gefälliger Begleiter zu
weißem Fleisch.

 

 

Frühburgunder: Der Frühburgunder ist eine sehr seltene Mutation aus dem Spätburgunder und besondere Spezialität des Ahrtales.Der Frühburgunder drohte in den 1960er-Jahren aus Deutschland zu verschwinden. Damals waren nur noch 15 ha im Ertrag. Wegen seinen Besonderheiten, wurde er von SlowFood in die Liste der schützenswerten Lebensmittel aufgenommen. Wie der Name schon sagt, reift die Sorte früher als der Spätburgunder, meist schon Ende August bis Mitte September.
Durch die frühe Blüte haben wir hier in unseren Breiten oft mit Frostausfällen (Maifröste) zu rechnen.Bedingt durch die Witterungseinflüsse und die sehr kleinen Beeren ist der Ertrag auch entsprechend gering. Beim Frühburgunderkann man vom halben Ertrag gegenüber dem Spätburgunder ausgehen, bei gleicher Arbeit. Die Frühburgunderweine sind hochwertige Weine mit sehr hohen Mostgewichten. Auslesen sind keine Seltenheit. Aufgrund der hohen Nachfrageund der sehr guten Qualitäten, wird diese Sorte wieder verstärkt im Ahrtal angebaut. Die Farbe des Weines ist je nach Jahrgang Ziegel- bis Dunkelrot.
Unsere Frühburgunder-Weine sind im Vergleich zum Spätburgunder weicher, samtiger, mit einer feinen Säure. Bei den Aromen spüren wir Brombeere, Himbeere, Chassis und Kirsche. Ein idealer Begleiter zu Braten von Wild und Rind, sowie zu einer Käseplatte, Fisch und Spargel.

 

 
Dornfelder: Der Dornfelder ist wohl die bekannteste deutsche Neuzüchtung. Sie wurde 1955 gezüchtet und ist eine Kreuzung  der Sorten Helfensteiner (eine Kreuzung aus Frühburgunder und Trollinger) und der Heroldrebe (eine Kreuzung aus Portugieser und Limberger).
Die sehr wuchsstarke Sorte ist im Glas schon an der tiefdunklen Farbe gut zu erkennen. In der Nase riechen wir intensive Fruchtaromen wie Sauerkirchen, Brombeeren und Holunder. Auch im Barrique, in kleinen 225 Liter Fässern, bauen wir diesen fruchtigen Wein aus. Hierdurch werden besonders die Gerbstoffe im Wein betont. Die Weine werden harmonischer und geschmeidiger. Dornfelder Weine passen sehr gut zu einem kräftigen Braten, zu heimischem Wild und zu Käse.
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Riesling: Der Riesling ist die edelste aller Weißweinsorten und wird nicht umsonst als die Königin unter den Weißweinen bezeichnet . Die Herkunft ist noch nicht zweifelsfrei bewiesen. Der vermutlich letzte Schritt war die Einkreuzung der Rebsorte Heunisch und hat dem Riesling einiges an Beständigkeit, Vitalität und möglicherweise sein Säurepotential gebracht. Zuvor war es eine Rebe, die eine Kombination aus Traminer mit einer autochthonen Rebe vom Rhein darstellte. Die Traminereinkreuzung könnte spontan erfolgt sein und stellte wahrscheinlich eine qualitative Verbesserung dar.

Den Traminer haben vermutlich die Römer an den Rhein gebracht. Die ursprüngliche Rebe bringt vor allem die Frosthärte und Kleinbeerigkeit mit. Diese Rebe war vermutlich schon von den Germanen in Besitz genommen und könnte auf Grund der Nähe des Rieslings zu den Wildreben aus diesen ausgelesen worden sein. Die örtliche Herkunft vom Rhein dürfte unbestritten sein.
Vom Rheintal aus verbreitete sich der Riesling am Ende des Mittelalters in die meisten deutschen Anbaugebiete.

Da Wein an der Ahr schon zu römischen Zeiten angebaut wurde und urkundlich seit 893 belegt ist, könnte auch hier schon die Rebe vorhanden gewesen sein. Der Riesling ist, was die Lage betrifft, sehr anspruchsvoll. Er wird nur in absoluten Spitzenlagen angebaut. Er ist im Vergleich zum Müller Thurgau (bzw. Rivaner) eine spätreifende Sorte. Wir bauen unsere Rieslingweine in allen drei Geschmacksrichtungen aus: trocken, halbtrocken und lieblich.

Wenn die Erntemenge und Qualität es zulässt auch schon mal eine edelsüße Beerenauslese.
Der typische Riesling hat eine goldene bis grünlich-gelbe Farbe. Im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel. Unsere Rieslingweine haben eine angenehme und sehr bekömmliche Säure und  eignen sich besonders als Terrassen- oder Sommerwein, sowie als Spargelwein.

Als Speisebegleiter eignen sich besser mindestens ein Jahr gereifte Weine. Trocken oder halbtrocken ausgebaut  passen sie gut zu leichten Gerichten, gekochtem Fleisch mit hellen Saucen, Geflügel und gedünstetem Fisch. Liebliche und edelsüße Weine harmonieren gut mit Käse.

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fs/fw 26.06.2015